Mit Vollgas in die Pandemie

|   JugendhausArtikel

Jetzt ist er da der Herbst. Die Coronazahlen steigen, in den Schulen herrscht hoher Notendruck und die Jugendlichen sind sehr gefordert. Und in der Jugendarbeit?

Zumindest in Bayern gelten immer noch Regeln unter denen realistisch keine Jugendarbeit möglich ist (Bayern immer 1,5m Abstand im Vergleich zu NRW  Gruppenarbeit mit 20 Personen).

Eine Kollegin brachte es auf den Punkt: „Weißt du, wenn sie sich bei einem zu Hause treffen, dann haben sie mehr Spaß als bei uns im Jugendtreff, denn da gibt es keinen Anstandswauwau der sie immer auseintreiben muss. Und im Wirtshaus… da können sie auch zumindest zu 10 ohne Abstand beisammen sein—nur eben bei uns in der Jugendarbeit nicht!"

In den Jugendübernachtungshäusern dürfen bis zu 10 Personen in einem Zimmer untergebracht werden, dürfen bis zu 10 Personen an einem Tisch sitzten und essen, nur wenn es in den Gruppenraum geht müssen 1,5m Abstand gehalten werden.

Hat das Sinn?! 

Für eine Gleichbehandlung der Jugend möchte niemand, weder unser Dachverband die Evangelische Jugend in Bayern noch der Bayrische Jugend Ring sich weiter einsetzen und ggf. sogar den Klageweg gehen. Unsere Dachverbände biedern sich lieber der großen Landespolitik an, statt Anwalt für unsere Kinder und Jugendlichen zu sein.

Darum sagen wir alle Wochenenden bis auf weiteres ab (Ausnahme Grundkurs). Wir versuchen Tagesveranstaltungen für Jugendlichen anzubieten, soweit diese mit 1,5m Abstand möglich sind. Außerdem werden wir einen regelmäßigen Stammtisch anbieten, damit greifen die Hygieneregeln Gastronomie und wir dürfen wenigstens zu 10 zusammen sitzen.

Liebe Kinder, liebe Jugendlichen, es tut uns unendlich leid, dass wir momentan nicht mehr für euch tun können, aber die gesetzlichen Vorgaben verbieten uns attraktive Angebote für euch zu entwickeln.

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